Der Grünspecht fällt neben dem laut lachenden Balzruf auch durch den wellenförmigen Flug auf, bei dem er die Flügel zwischen zwei Schlagphasen ganz an den Körper anlegt.

Man hört das Trommeln der Spechte oft im Reidholz und Mülitobel. Sie kommunizieren jedoch nicht ausschliesslich über das Klopfen auf Holz. Unser Grünspecht trommelt eher selten und verständigt sich über seine typischen lachenden Ruffolgen.

Er sucht seine Nahrung am Boden, stöbert in Ameisenhaufen oder im vermorschten Holz in Bodennähe. Seine Leibspeise sind Ameisen. Die breite, mit Widerhaken versehene Zunge hilft ihm beim Auslöffeln der Ameisen aus den Gängen. Er kann seine Zunge mehr als 10 cm über die Schnabelspitze vor- schnellen lassen. Gartenbesitzer freuen

sich über die trichterförmigen Löcher in ihrem Rasen. Hier hat der Grünspecht ein Ameisennest entdeckt und die Larven und Puppen genüsslich verspeist. Selbst unter einer 30 cm dicken Schneedecke findet er die Ameisennester treffsicher. Da sein weicher Schnabel nicht mehr zum Holzhacken geeignet ist, sucht er vorwiegend nach leeren verlassenen Spechthöhlen, um zu brüten. Das Weibchen legt fünf bis sieben Eier, die es abwechselnd mit dem Männchen fünfzehn Tage bebrütet. Die Jungen verlassen das Nest nach ca. 3 Wochen.

Der Bestand im Kanton Zürich beläuft sich auf etwa 830 Brutpaare. In der Gesamtschweiz sind es bis zu 17 000 Paare. Die Art gilt als nicht gefährdet. Sie haben also gute Chance, ihn in Laufwäldern, in Obstgärten oder auch am Siedlungsrand anzutreffen.

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