Im Herbst und Winter, wenn die Insekten rarer werden, ernähren sich die lebhaften und geschickten Blaumeisen gerne von Sämereien und Beeren. Oft weichen sie auch auf Schilfflächen aus, um die dort überwinternden Insektenlarven und Puppen zu plündern. Ständig in Bewegung, hangelt die Blaumeise oftmals kopfunter, selbst an dünnen Zweigen. In unseren Gärten ist sie gerne zu Gast, speziell wenn dort ein paar ältere Bäume stehen. Auf Birken und Erlen turnen sie herum, um sich die Samen aus den Fruchtständen zu angeln. Oder sie suchen in Stängeln vorjähriger Stauden. Wer naturnah gärtnert, sollte darum nach der Blüte nicht gleich alles entfernen.

Als Höhlenbrüterin bevorzugt sie alte Bäume als Nistplatz. Nistkästen können heute, wo es kaum mehr solche gibt, als Ersatz dienen. Bis zu zweimal im Jahr baut sie ein Napf aus feinem Pflanzenmaterial, Haaren und Spinnweben und kleidet diesen fein aus für die 6 bis 15 Eier. Nach kürzer Brutdauer von etwas mehr als zwei Wochen fliegen die engagierten Eltern bis zu 1000 Futteranflüge pro Tag und versorgen die Jungen mit Insekten und kleinen Spinnen.

Die Blaumeise ist ein verbreiteter Brutvogel bis 1200 m ü Meer, mit einem Bestand von ca. 300 000 Paaren in der Schweiz. Mit der Pflanzung von Baum- und Straucharten, wie Salweide, Vogelbeerbaum, Berberitze und Weissdorn als Nahrungsquelle, unterstützen Sie das zukünftige Fortbestehen dieser Art.

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